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Transport in die Schweiz: Zoll und Dokumente einfach erklärt

Welche Unterlagen brauchen Sie, wenn Ware von Deutschland in die Schweiz geht? Ausfuhranmeldung, Einfuhr, Mehrwertsteuer und Lieferbedingungen – kompakt für Unternehmen erklärt.

Transporter von TEMA in den Schweizer Bergen im Tessin

Die Schweiz gehört nicht zur Europäischen Union. Jede Warensendung von Deutschland in die Schweiz wird deshalb zweimal abgefertigt: bei der Ausfuhr aus der EU und bei der Einfuhr in die Schweiz. Das klingt aufwendig, ist mit der richtigen Vorbereitung aber Routine. Bei unseren Transporten übernimmt das unsere Partner-Zollagentur.

Was Sie als Versender brauchen

  • EORI-Nummer: Jedes Unternehmen, das Waren aus der EU ausführt, braucht eine EORI-Nummer. Sie wird beim Zoll beantragt und ist kostenlos.
  • Handelsrechnung oder Proforma-Rechnung: mit Absender und Empfänger, genauer Warenbeschreibung, Menge, Gewicht und Warenwert. Bei kostenlosen Lieferungen – etwa Mustern oder Ersatzteilen auf Garantie – genügt eine Proforma-Rechnung mit dem Wert der Ware.
  • Zolltarifnummer: Sie beschreibt die Ware für den Zoll. Steht sie bereits auf der Rechnung, geht die Abfertigung schneller.

Ausfuhr aus Deutschland

Ab einem Warenwert von 1.000 Euro ist eine elektronische Ausfuhranmeldung Pflicht. Daraus entsteht ein Ausfuhrbegleitdokument mit einer Registriernummer, das die Sendung an die Grenze begleitet. Die Ausfuhrbestätigung ist für Sie als Versender wichtig: Sie belegt gegenüber dem Finanzamt, dass die Lieferung umsatzsteuerfrei ins Ausland ging.

Einfuhr in die Schweiz

Bei der Einfuhr wird die Schweizer Mehrwertsteuer fällig, derzeit 8,1 Prozent für die meisten Waren. Zölle auf Industrieprodukte hat die Schweiz zum 1. Januar 2024 abgeschafft. Für Lebensmittel und Agrarprodukte gelten weiterhin Zölle und besondere Regeln.

Wer zahlt was? Die Lieferbedingung entscheidet

Legen Sie vorher mit Ihrem Kunden fest, wer die Einfuhrabgaben trägt. Üblich sind:

  • DAP (geliefert benannter Ort): Sie zahlen den Transport, Ihr Kunde in der Schweiz trägt Mehrwertsteuer und Einfuhrabgaben. Das ist die häufigste und einfachste Variante.
  • DDP (geliefert verzollt): Sie tragen alles, auch die Schweizer Abgaben. Das ist für den Kunden bequem, muss aber vorab sauber organisiert sein.

Ware, die zurückkommt

Werkzeuge, Messegüter oder Teile zur Reparatur, die wieder nach Deutschland zurückkommen, müssen nicht endgültig ein- und ausgeführt werden. Dafür gibt es besondere Verfahren für die vorübergehende Verwendung, zum Beispiel das Carnet ATA. Sprechen Sie uns vor dem Transport an, damit die Rückfahrt ohne unnötige Abgaben klappt.

Zeit für die Grenze einplanen

Handelswaren werden an den Grenzübergängen zu festen Öffnungszeiten abgefertigt, nachts und am Wochenende nur eingeschränkt. Ab Zimmern ob Rottweil fahren wir meist über die A 81 und den Grenzübergang Bietingen/Thayngen Richtung Schaffhausen und Zürich. Die reine Fahrzeit nach Zürich beträgt rund anderthalb Stunden – dazu kommt die Abfertigung.

So einfach geht es mit TEMA

Sie nennen uns Abholort, Ziel und Ware und geben uns die Rechnung mit. Ausfuhr- und Einfuhrabfertigung übernimmt unsere Partner-Zollagentur, wir fahren die Sendung direkt zum Empfänger. Mehr dazu auf unserer Seite Transporte in die Schweiz.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Zollberatung im Einzelfall. Stand: Oktober 2026.

Transport anfragen

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